Der Giro d’Italia

Wieder ein schlimmer Unfall beim Giro d’Italia! Sieben Jahre nach dem Todesfall des Radprofis Wouter Weylandt, der beim Giro d’Italia 2011 in der Nähe von Rapallo tödlich verunglückte, kam es laut BILD erneut zu einem schweren Unfall beim italienischen Radrenn-Klassiker. Bereits am 9. Mai ereignete sich der Unfall, der dieses Mal den Fahrer eines Motorrads, das als Begleitfahrzeug unterwegs war, traf.

Auto rast durch die Absperrung

Ein 60 Jahre alter Autofahrer hatte Medienberichten zufolge die Kontrolle über seinen Wagen verloren und fuhr ungebremst durch die Absperrung an der Strecke in der Nähe der italienischen Stadt Agrigent in Sizilien. Dabei erfasst er einen 48 Jahre alten Motorradfahrer, der als Begleitfahrzeug und Sicherheitskraft vor Ort war und verletzte ihn schwer. Der Mann wurde mit einer Hirnblutung und mehreren gebrochenen Rippen in das Krankenhaus der Stadt Caltanissetta, 50 km landeinwärts, gebracht. Entgegen italienischer Medienberichte erlag der Mann zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht seinen Verletzungen, er schwebt jedoch trotzdem noch in Lebensgefahr.

Giro d’italia: gefährlicher als andere Rennen?

Der erneute Unfall beim italienischen Klassiker lässt die Frage aufkommen, ob der Giro d’Italia doch gefährlicher ist als andere Rennen. Bei der Tour de France kam es bis dato zu deutlich weniger tödlichen oder schweren Unfällen. Die Diskussion entbrannte bereits 2011, als der belgische Radfahrer Wouter Weylandt bei einer Abfahrt die Kontrolle verlor und mit voller Geschwindigkeit in eine Mauer fuhr. Weylandt war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 26 und eine große Hoffnung für den belgischen Radsport. Er erlag damals seinen schweren Verletzungen direkt am Unfallort – durch die schweren Kopfverletzungen, die er sich beim Aufprall auf die Mauer zuzog, kam jede Hilfe zu spät.

Die Giro-Organisatoren widersprechen den Vorwürfen, der Giro d’Italia sei gefährlicher als andere Radrennen. Letztendlich sei jedes Rennen, egal ob motorisiert oder auf dem Fahrrad, mit gewissen Sicherheitsrisiken verbunden, so der Verband.